Kleinkurdistan
Und wenn wir schon mal eingeloggt sind. Folgender Beitrag war diese Woche in der Zeit. Müssen lesen!
Martin Pfister, 23 Jahre alt, ausgebildeter Mediamatiker aus Kerzers FR. Diese Website betreibe ich hauptsächlich als Blog. Ziel ist es diesen scheiss Kasten aus layouttechnischen Gründen irgendwie zu füllen. Besser wohl du folgst mir auf Twitter oder besuchst mich persönlich zum Bier, bevorzugt im monumentalen Bar-Schloss "chez Seidi".
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Aus aktuellem Anlass. Eine grossartige Zusammenfassung der verschiedenen Pareien und Intressen im Nahen Osten bietet die folgende Dokumentation von Peter Scholl-Latour.
Suchte eigentlich Videomaterial zum Irak-Iran Krieg. Bin wiedermal zu faul zum lesen -.-
Möchte mich jetzt nicht auch noch gross über den gestrigen EU-Sondergipfel äussern. Die Medienmittelung der EU kann man hier nachlesen. Am 8. September kommt es zu Gesprächen zwischen der russischen Regierung und den Vertretern des Europäischen Rates.
Viel Interessanter und leider ohne Präsenz im Schweizer Fernsehen (Vielleicht gerade deshalb?), die Positionen Russlands. Der deutsche Internetmob mag sich ja andauernd über die unfaire und ungerechte Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Fernsehen beschwehren. Denoch sind zumindest auf Phoenix und N-TV in letzter Zeit gute Gespräche mit russischer Beteiligung gesendet worden. Einzig der SonntagsBlick hat in der Schweiz ein Gespräch mit dem russischen Botschafter abgedruckt, alle anderen blubbern nur. (Ist zumindest alles was ich jetzt ergoogeln konnte)
Durch einen erneuten “Ausrutscher” der ARD (man beachte die Kommentare) wurde ich auf ein Interview mit Putin aufmerksam, welches (nach eurer morgendlichen 20min Lektüre) defintiv Lesenswert ist. Das Interview wurde auf Youtube, aber auch in Textform ins Deutsche übersetzt.
Die Fragen des deutschen Journalisten sind allezu verdammt kritisch und das in Zugegensein eines Typen der Reporter vor Raubkatzen rettet
Leider aber wurde die Tschetschenienfrage wieder nicht angesprochen. Natürlich haben es auch die Antworten von König Putin insich, ein wirklich interessantes Gespräch.
Und, absichtlich am Schluss, hier noch ein paar Links zum neusten ARD Skandal.
Voilà, jetzt ist es soweit. Micheline wollen wir auch?
Da ich den geplanten Beitrag über Georgien eh niemals schreiben werde, jetzt doch noch ein kleiner Kommentar, resp. meine Linksammlung zum Thema.
Schon kommen die Brüller von wegen Völkerrecht etc. Ich bin natürlich nicht vollstänig informiert, kenne aber das Selbstbestimmungsrecht der Völker (Artikel 1, Absatz 2). Das sowohl die Osseten wie auch die Abchasen ein eigenes Volk mit einer langen Geschichte darstellen scheint unumstritten. Nebenbei exisitert die territoriale Integrität (Artikel 2, Absatz 4) welche jedem Land zugesichert wird. Es ist Aufgabe der UNO das Selbstbestimmungsrecht zu garantieren. Verweigert also ein “Veto-Land” die Unabhängigkeit greift die territoriale Integrität. Man merkt, das Völkerrecht wird populistisch missbraucht, was für mich unsagbar traurig ist. Nichtsdestotrotz ist die Lage sehr komplex, die Anerkennungserklärung Russlands passt irgendwie nicht in mein bisheriges Bild dieser Region.
Einerseits kann der Westen argumentieren, dass durch die erfolgten Vertreibungen (dazu kommt noch das Austellen von russischen Pässen) jegliche Volksabstimmungen ihre Glaubwürdigkeit verlieren, da noch viele Flüchtlinge ausserhalb ihrer Heimat leben. Anderseits sind da die Tschetschenienkriege. Was tut Russland wenn dieser Konflikt wieder erwacht? Der Tschtschenischen Republik die Unabhängigkeit gewähren? Wenn die Nordosseten unabhängig werden wollen, resp. sich diese dem “nun Unabhängigen” Südossetien anschliessen wollten?(Scheint zur Zeit nicht realistisch, schonklar)
Zwei Gründe also, die eigentlich gegen die Anerkennung der Unabhängigkeit sprechen würden.
Obwohl ich einen Geopolitischen Diskurs eigentlich vermeiden wollte kommt man, betrachtet man die Medienmitteilungen auf globaler Ebene in der letzter Woche, anscheinend nicht drum rum. Deshalb kurz und stichwortartig einige Fakten.
- Die Kaukasusregion bzw. Georgien ist geopolitisch ganz sicher interessant. Grenzt es doch im Südwesten an die Türkei (das östlichste NATO Land), und liegt, etwas grösser betrachtet, nahe an den Konfliktregionen im Nahen Osten dran (Also Syrien, der Irak, Iran).
- Auch geoökonomisch spielt Georgien eine grosse Rolle. Hat es doch mit der Alternativpipeline Baku-Tiflis-Ceyhan Russland keine Freude bereitet.
- Georgien hatte Russland zugesichert (nach der Rosenrevolution? Quelle verloren) das es das einzige Land sei welche militärische Stützpunkte in Georgien betreiben dürfe. Seit dem Irakkrieg sind dort nun jedoch auch die USA präsent.
- Die Machthaber, Putin schrieb anscheinend während seines Studiums eine Arbeit über Georgien. Es muss also eine langfristige Strategie sein, denn jede Intervention Russlands in Georgien zielte auf die Destabilisierung. Saakaschwili wiederum studiere unter anderem in den USA, und spricht im Fernsehen vor EU Flagge. Auch er wollte Südossetien destabilisieren statt friedliche Lösungen zu suchen, was das repressive Vorgehen gegen den Markt von Ergneti an der Transkaukasichen Fernstrasse beweist. Die militärische Besetzung Zchinwallis in diesem Jahr, scheint jedoch unerklärbar. Vielleicht einer dieser Typen die Sexinserate der Ex-Freundin publizieren?
- Als Russland anfangs August in Georgien intervenierte nutze es die selben rhetorischen Ausdrücke wie sie seinerzeit die Amerikaner im Irak verwendeten. (Menschen befreien, Schützen, blub bla etc.)
Ich habe Jahrgang 1986, den kalte Krieg kenne ich nur aus den Schulbüchern, kann es aber nicht verstehen das die Politiker und Beobachter diesen nun wieder heraufbeschwören. Sind die Typen an der Macht einfach zu alt? Wieso suchen die Machhaber diesen Konflikt (Stichwort Raketenabwehrschild)?
Geopolitk in 10min, umfassend und verständlich gibts jeden Samstag um 20.00 Uhr auf ARTE.

Es ist jedoch leider nicht möglich die Sendungen in deutscher Sprache zu erwerben. Lediglich eine Themenreihe steht im Internet zum Kauf bereit, leider jedoch als “Unterichtsmaterial für Schulen”, was anscheinend den Preis von 134.00 € rechtfertigt. Weitere und günstigere DVD’s sind bisher nur in französischer Sprache im ARTE-Shop zu erwerben. Ärgerlich auch die Tatsache, dass Schweizer keinen Zugriff auf das Onlineangebot von ARTE haben, da ARTE ein öffentlich-rechtlicher Sender finanziert durch Deutschland und Frankreich ist. Man muss also zwangsweise auf die illealgen Mittel zugreifen. ;o
Auf Youtube sind mittlerweile viele Videos abzurufen, es scheint jedoch so als würde ARTE jetzt dagegen vorgehen, verschiedene Ausgaben wurden schon gelöscht. Zu den noch vorhanden Videos kriegt der geneigte Zuschauer zusätzlich die Kommentare der YouTube Community, teils unterhaltsam, teils erschreckend wie Wissen in den falschen Hals gelangen kann. Eine weiteres Angebot stellt doku.cc bereit, dort kann man die Videos über Rapidshare downloaden.
Viel Spass beim lernen ![]()