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Martin Pfister, 23 Jahre alt, ausgebildeter Mediamatiker aus Kerzers FR. Diese Website betreibe ich hauptsächlich als Blog. Ziel ist es diesen scheiss Kasten aus layouttechnischen Gründen irgendwie zu füllen. Besser wohl du folgst mir auf Twitter oder besuchst mich persönlich zum Bier, bevorzugt im monumentalen Bar-Schloss "chez Seidi".

Aktuelle Artikel

Und nochmal: Finanzmarktkrise

Heute, resp. gestern Abend gabs wieder verwirrende News.

1. ca. 80 Mrd. Dollar gehen als Dividende an die Aktionäre der gestüzten US Grossbanken.

2. ca. 40 Mrd. Dollar gehen als PK Beiträge an das Management.

Dividende? Wie ging das gleich… Nach Wiki: “Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre [... ] ausschüttet“. Öhm welche fucking Gewinne bitte!?

Erklärungsversuche gibts hier.

Stop!?

Voilà, WK zu Ende, eigentlich wieder genug Zeit um etwas Text loszuwerden. Thema: Zustand der Armee, wurde am Stammtisch wohl ausreichend erläutert. Auch möchte ich diese vier Wochen nun schnellstmöglichst wieder vergessen. Deshalb kein weiterer Buchstabe bzw. Ton für diesen Kram.
Ich bin zurzeit auf Stellensuche und deshalb etwas vorsichtiger, resp. unsicher was und ob ich überhaupt bloggen soll. Gespürte Ambivalenz im Bezug auf das Bloggen und das Internet im Allgemeinen macht sich irgendwie breit, obwohl ich doch nichts zu verbergen habe ;o

Was läuft den sonst spannendes? Ach, die Finanzkrise. Was will man dazu noch sagen? Selbst die “Experten” merken plötzlich, dass ihr Fachjargon in Krisenzeiten irgendwie langweilig klingt. Und die “Gegner” (danke lieber Blick) fordern die Rückzahlung der Managerlöhne und erwarten einen “Paradigmenwechsel” (was bitte?) im Finanzmarkt. Investoren werden zukünftig ihre Finanzmittel nur Firmen zuschieben welche vorbildlich, zukunfsorientiert und nachhaltig agieren. Wer glaubt das? Ein Evolutionsschritt des Menschens wegen einer Wirtschaftskrise? Haha! Werden keine neuen Hürden (Steuern!) bei Finanztransaktionen eingeführt wird das Spiel so weiterlaufen wie bisher.
Trotzdem muss ich zugeben das ich zurzeit eher Sympathien für die Wirtschaftsvertreter empfinde. Schliesslich übersieht man, aus lauter Empörung, Schadenfreude oder Unzufriedenheit etwas einfaches aber wichtiges. Der Markt hat reagiert. Nach Jahren der unlogischen und unechten Gewinne bricht der Finanzmarkt auseinander. Grosse Bankinstitute die Jahre um Jahre ihre Anlagen immer höher bilanziert haben mussten nun in kürzester Zeit lauter Abschreibungen vornehmen. Viele dieser Banken sind aufgrund schlechtem Moneymanagement jedoch nicht mehr in der Lage diese Abschreibungen auszugleichen und müssten demzufolge Konkurs gehen. Tun sie aber nicht, weil sie Kapital kriegen, dass sie schlichtweg nicht verdient haben, dass der freie Markt ihnen nicht geben würde. Der Staat hätte jetzt eine unglaubliche Macht, er alleine kann entscheiden wie er mit diesen Banken umgehen will. Zugrunde gehen lassen? Volkswirtschaftlicher Tot. Verstaatlichen? Geld ausleihen? Wieso zum Teufel wird Geld ausgeliehen? Wieso verschuldet sich der Staat für ein Privatinstitut?. Ich hab ja keine Ahnung aber hätte man nicht auch eine staatliche Bank gründen können, die statt der faulen Anlagen die soliden Anlagen übernimmt? Die faulen Anlagen sind Fehler, für die Fehler haften die Aktionäre und die Gläubiger, aber sicher nicht der Staat! Vielleicht wärs etwas teurer geworden ok ¬¬° Dafür hätten wir eine riesige Volksbank juupii ;D Und die EU nochmal ein Grund mehr auf unserere Regierung zu kotzen. Sorry der Ausdruck, aber das passte irgendwie.

Im Club auf SF wird lieber über Idelogien debattiert, resp. über DIE Idelogie, den Kapitalismus… alternativen haben wir ja keine. Rudolf Strahm spricht für den “normalen Bürger”, die armen Pensionskassen hätten auch Geld verloren!! (PK = normaler Bürger o.O) Logo wenn sie ihr Geld in Wertschriften anlegen. Die Jahre vorher werden sie ja wohl, wie die Banken, gewonnen haben…! Dann dieser verblödete Psychologe, stellt die kritische Frage ob sich den die Vertreter der freien Märkte nun nicht etwas konsterniert fühlen würden, jetzt, das sich ja das Gegenteil beweisen würde. Und dann dieser aaaargg verniedlichte Moderator, der schon beim Wort Derivat die Redner wegen Fachausdrücke stoppen möchte. Auch süss die Investmentbankerin die noch immer für die stabile CH Wirtschaft plädiert und kaum Auswirkungen auf die Realwirtschafts erwartet.

Damit will ich nur sagen, das ich echt gelangweilt von der allgemeinen Diskussion bin. Denn es zeichnet sich eben genau kein Wechsel im System ab, sondern ein simples Aussitzen der Rezession.

Wie wärs mit der Überschrift: “Steuern auf Termingeschäfte” oder “Verstaatlichung des Finanzmarktes”, “Entprivatisierung der Banken” was weiss ich.. aber lieber Blick.. “Zahlt eure Boni zurück” … das ist alles andere als “Nachhaltig” :(

Fucking Monday

lol

und wenn ich schon dran bin link ich noch kurz drei weitere witze.

Die Lösung der Kreditkrise …

Die Verstaatlichung von Fannie Mae und Freddie Mac hab ich gestern resp. am WE verpasst. Aber so richtig konfus wurde es ja erst gestern:

Börsen-Euphorie nach US-Rettungsaktion

Mein bescheidenes kleines Finanzmarktweltbild steht Kopf. Die (Börsianer- /King -)Kapitalisten sind anscheinden schon so morallos geworden, dass sie, zur Sicherung ihres Geldes, mittlerweile schon Verstaatlichungen gut finden!? WTF? Hauptsache die Märkte bleiben “stabil”.. was haben die uns in der Schule angelogen… da hatte man immer das Gefühl, was für ein logisches und interessantes Konstrukt. Der Staat dürfe und solle nur ganz, ja gaaanz, ganz selten eingreifen…  wenn die Märkte versagen. Was macht der Staat wenn ein Markt komplett am Ar*** ist? Er kauft in also einfach auf. ok. aha.. klar.. o.O sry.

Wahrscheindlich war dieser Schritt schon der Richtige. Der Mittelstand kriegt nun ein neues Sauerstoffglas für die Beatmungsmaschine. Aber irgendwie bin ich doch enttäuscht von der häppchenweisen Absage, des unendlich freien Marktes in den USA.

UBS…

Neue News zur UBS, sie kürzt die Boni-Zahlungen… Bitte? Kürzen? Naja immerhin… Angesichts der sich weiter zuspitzenden Lage bloss ein Wermutstropfen. Trotzdem scheint sich die Aktie wirklich zu “erhohlen”, sie pendelt zum 3ten Mal seit dem Tiefstkurs am 15. Juli wieder bei 23.- rum.

Merkel & Vasallen haben Angst vor der Globalisierung

Gestern Venezuela heute Deutschland. Das Bundeskabintett Deutschlands schaft sich eine Bremse gegen das globale Kapital.

Hier der Artikel auf Spiegel Online.

Nachtrag: Staatsfonds, Signapur, “Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung” … ääh da war doch was… achja!!! die UBS :) kurz gegoogelt, schnell gefunden.

Chavez krallt sich Holcim

Herrlich wie sf.tv und auch nzz.ch den Text von AP übernimmt.

“Der Schweizer Zementriese Holcim und die venezolanische Regierung haben sich in der Frage der Verstaatlichung geeinigt.”

Klingt doch ganz gut. Bin wirklich froh, dass sich die Manager von Holcim mit den venezolanischen Behörden “einigen” konnten. :D

Die Blumeninsel

Lustig geschnittener Kurzfilm. Es ist eher eine Menschenkritik, denn eine Kapitalismuskritik. Prädikat sehenswert.

Der grosse Ausverkauf

Was haben moderne Kriegsführung und Wirtschaftspolitik gemein? Beide basieren auf dem Prinzip der Entmenschlichung ihrer Prozesse.

Mit diesem Zitat von Prof. Josef E. Stigliz, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften und ehemaliger Chefökonom der Weltbank, beginnt ein Film, der zeigt was Privatisierung aus der Sicht der Konsumenten bedeutet.

Es ist mehr als nur ein wichtiger Film. Es ist ein Beleg dafür, dass sich die globale Wirtschaft scheinbar unaufhaltsam, unverständlich dumm und immer schneller in die falsche Richtung entwickelt. Der Film verbindet vier Handlungsstränge komplett unterschiedlichen Ländern: England, Südafrika, die Philipinen und Bolivien.  Alle haben zumindest zwei Dinge gemeinsam. In diesen Ländern wurden Ressourcen resp. Dienste privatisiert, welche nicht privatisiert werden können und es gibt Menschen die dagegen kämpfen.

Hier der Film bei Googlevideo als Stream. Ein Muss!

Offizielle Website zum Film.

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